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Sie haben einen Virus auf dem Mac? So werden Sie ihn los


Vielleicht haben Sie gehört, dass Macs von Viren nicht betroffen wären oder dass es überhaupt keine Apple-Viren gäbe. Vielleicht haben Sie diese These auch schon weiterverbreitet. Aber leider stimmt sie nicht. Sicher, Macs sind seltener das Ziel von Viren als beispielsweise Windows-PCs. Aber es kommt vor. Und es sind nicht nur Viren, vor denen Sie sich vorsehen müssen: Malware gibt es in den unterschiedlichsten Formen, von kleinen Codeschnipseln, die sich selbst herunterladen und Werbung für uninteressanten Kram einblenden, bis hin zu fiesen Schadprogrammen, die Ihre persönlichen Daten abgreifen.

Woran erkenne ich, dass mein Mac einen Virus hat?

Bevor Sie einen Virus vom Mac entfernen können, müssen Sie sicher sein, dass er auch tatsächlich mit einem infiziert ist. Dieses Thema wird ausführlicher in diesem Artikel behandelt, aber dies sind einige Anzeichen:

  • Ihr Mac verhält sich unberechenbar und anders als erwartet.
  • Ihr Mac wird sehr langsam, so als ob der Prozessor mit etwas anderem beschäftigt sei.
  • Auf dem Schreibtisch wird Werbung angezeigt.
  • Sie stoßen auf Software oder Programme, die Sie nicht installiert haben.

All dies kann darauf hinweisen, dass Ihr Mac mit einem Virus infiziert ist – es sind aber auch andere Erklärungen möglich.

Einen Virus vom Mac entfernen

Glücklicherweise stehen Ihnen hierzu viele Möglichkeiten offen. Und die Virenkur für Ihren Mac muss nicht einmal Geld kosten.

1.  Browser-Erweiterungen entfernen

Eine der gängigsten Formen von Malware besteht in Browser-Erweiterungen. Selbst wenn eine Erweiterung keinen direkten Schaden anrichtet, kann sie dennoch lästig sein, und wenn Sie sie nicht bewusst installiert haben, handelt es sich um Malware. Ungewünschte Browser-Erweiterungen entfernen Sie wie folgt:

Safari

  1. Starten Sie Safari.
  2. Klicken Sie in der Menüleiste auf „Safari“ und wählen Sie „Einstellungen“.
  3. Klicken Sie auf den Tab „Erweiterungen“ und gehen Sie die Liste durch. Wenn Sie eine verdächtige Erweiterung finden, klicken Sie darauf  und lesen Sie ihre Beschreibung.  Wenn Sie sich nicht erinnern können, die Erweiterung installiert zu haben, klicken Sie auf „Deinstallieren“.
  4. Wiederholen Sie dies, bis alle unerwünschten Erweiterungen entfernt wurden.

Chrome

  1. Starten Sie Chrome.
  2. Klicken Sie in der Menüleiste auf „Chrome“ und wählen Sie „Einstellungen“.
  3. Klicken Sie oben rechts im Browserfenster auf die drei übereinander angeordneten Punkte (wenn Sie mit einem Google-Konto angemeldet sind, befinden sie sich unter Ihrem Namen).
  4. Bewegen Sie die Maus über „Weitere Tools“ und wählen Sie im daraufhin eingeblendeten Menü den Punkt „Erweiterungen“.
  5. Gehen Sie die im Browser-Fenster angezeigten Erweiterungen durch und klicken Sie bei jedem Eintrag, den Sie nicht wiedererkennen, auf „Entfernen“.

Firefox

  1. Starten Sie Firefox.
  2. Klicken Sie in der Menüleiste auf „Extras“ und wählen Sie „Add-ons“.
  3. Wählen Sie auf der linken Seite des Fensters „Erweiterungen“.
  4. Überprüfen Sie die Erweiterungen und klicken Sie bei jeder, die Sie nicht wiedererkennen, auf „Entfernen“.

2.  Apps deinstallieren

Malware gibt es in den unterschiedlichsten Arten. Manchmal tarnt sie sich sogar als Sicherheitssoftware, um Sie vermeintlich beim Beseitigen von Viren zu unterstützen! Ziemlich dreist, nicht wahr?

Wenn Sie eine App herunterladen, die sich als Virus entpuppt, sollten Sie sie sofort deinstallieren. Das ist auf verschiedene Weise möglich – dies ist der umständlichere Weg:

  1. Öffnen Sie den Ordner „Programme“ und ziehen Sie die App in den Papierkorb.
  2. Gehen Sie zum Order „~/Library“ und suchen Sie im Ordner „Application Support“ nach Dateien, die zum fraglichen Programm gehören, und ziehen Sie auch diese in den Papierkorb.
  3. Durchsuchen Sie die anderen Ordner in „~/Library“, insbesondere „LaunchAgents“ und „LaunchDaemons“, und entfernen Sie dort alle mit der App in Verbindung stehenden Dateien.  Doch seien Sie vorsichtig, wenn Sie Dateien entfernen, die von einer seriösen App benötigt werden, könnte dies eine Menge Probleme verursachen.
  4. Wiederholen Sie Schritt 3 im Library-Ordner auf der obersten Ebene des Startvolumes.

Die einfache Möglichkeit: Deinstallieren Sie Apps mit wenigen Klicks

  1. Laden und starten Sie CleanMyMac X.
  2. Klicken Sie auf „Deinstallation“.
  3. Klicken Sie auf das Feld neben dem Namen des Programms.
  4. Klicken Sie auf „Deinstall.“.

Wenn Sie den Namen des Programms nicht kennen, wird die Sache komplizierter. Aber mit CleanMyMac müssen Sie nur durch die Liste scrollen und nach Apps suchen, die Sie nicht wiedererkennen oder nicht benötigen, und sie entfernen. CleanMyMac entfernt jeder Spur eines Programms, einschließlich Dateien, die Sie beim eigenhändigen Löschen möglicherweise übersehen hätten. Dies ist insbesondere beim Entfernen von Viren wichtig, weshalb sich CleanMyMac zu diesem Zweck so gut eignet.

3.  Ein Tool zur Malware-Entfernung verwenden

Auch wenn oben stehende Schritte in vielen Fällen sehr gut funktionieren, ist zum Entfernen eines Virus manchmal ein spezielles Programm nötig, das Malware auf Ihrem Mac aufspürt und entfernt.

Viele solcher Programme sind verfügbar, und manche davon sind entweder kostenlos oder bieten zumindest einen kostenlosen Systemscan, um festzustellen, ob Maßnahmen erforderlich sind. Seien Sie jedoch vorsichtig. Entscheiden Sie sich unbedingt für ein Tool eines seriösen Anbieters. Wenn Sie einfach nur „Antivirenprogramm für Mac“ googeln, könnten unter den Ergebnissen auch Tools sein, die ihrerseits schädlich sind und Ihren Mac vielmehr infizieren anstatt kurieren. Wir empfehlen CleanMyMac X.

Es erkennt tausende Malware-Bedrohungen, darunter Adware, Spyware, Ransomware, Würmer und Mining-Programme für Kryptowährungen. Und wenn CleanMyMac etwas Verdächtiges findet, bietet es die sofortige Entfernung an. So führen Sie einen vollen Systemscan durch:

  1. Laden Sie CleanMyMac X herunter (kostenloser Download) und starten Sie die App.
  2. Klicken Sie auf den Tab „Malware-Entfernung“.
  3. Klicken Sie auf „Scannen“.
  4. Klicken Sie auf „Entfernen“.

So werden Sie Viren auf dem MacBook Pro (und allen anderen Macs) los, wenn nichts anderes funktioniert

Wenn Sie alle oben stehenden Schritte ausgeführt haben und den Virus nicht vom Mac entfernen konnten, steht eine Wiederherstellung aus einem Time Machine-Backup an. Der Vorteil einer Wiederherstellung mit Time Machine besteht darin, dass Sie schnell und einfach mit der Wiederherstellungspartition starten und ein Backup auswählen können, das angelegt wurde, bevor das unberechenbare Verhalten des Macs begann.

Der Nachteil ist allerdings, dass jeglicher Arbeitsfortschritt verloren geht, der seit diesem Backup auf dem Mac gespeichert wurde. Vor der Wiederherstellung können Sie Dateien manuell vom Mac auf ein anderes Laufwerk oder in Cloud-Speicher verschieben und sie später zurückkopieren. Wenn eine dieser Dateien jedoch infiziert ist, riskieren Sie eine erneute Kontamination Ihres Macs. Wenn es Dokumente gibt, die Sie dringend benötigen und nirgendwo sonst gesichert haben, scannen Sie sie mit einem der oben stehenden Antiviren-Tools, bevor Sie sie auf ein anderes Laufwerk kopieren. Auf diese Weise wissen Sie, dass sie sicher sind.

So funktioniert die Wiederherstellung aus einem Time Machine-Backup

  1. Stellen Sie sicher, dass Ihr Time Machine-Backup-Volume angeschlossen ist.
  2. Starten Sie den Mac neu und halten Sie Befehlstaste und R-Taste gedrückt, bis das Apple-Logo angezeigt wird.  Wenn der Bildschirm „macOS-Dienstprogramme“ angezeigt wird, wählen Sie „Von einem Time Machine-Backup wiederherstellen“. Klicken Sie auf „Fortfahren“.
  3. Wählen Sie das letzte Backup aus, das angelegt wurde, bevor das unberechenbare Verhalten des Macs begann oder bevor er vermutlich mit einem Virus infiziert wurde.

Ihr Mac wird jetzt in den Zustand zurückversetzt, in dem er sich zum Zeitpunkt des Backups befand.

Wenn Sie kein Time Machine-Backup haben, aus dem Sie den Mac wiederherstellen könnten, besteht die letzte Möglichkeit in der Neuinstallation von macOS. Hierbei werden alle Daten gelöscht. Sie müssen das Startvolume vollständig leeren und den Mac neu aufsetzen. Das bedeutet, dass Sie anschließend all Ihre Programme neu installieren und all Ihre Daten zurück auf den Mac kopieren müssen. Wenn Sie ein Backup Ihrer Daten besitzen, das vor der Infektion angelegt wurde, können Sie dies nach der Neuinstallation als Ausgangspunkt nutzen, wenn Sie Ihre Daten kopieren. Wenn nicht, müssen Sie wichtige Daten jetzt sichern – aber scannen Sie sie vorher mit einem Antivirenprogramm, um sicherzugehen, dass sie nicht infiziert sind.

Für eine saubere Installation von macOS benötigen sie ein startfähiges Installationsvolume. Wie ein solches erstellt wird, sprengt den Rahmen dieses Artikels, aber hier finden Sie eine ausführliche Anleitung.

Sobald Sie das startfähige Installationsvolume erstellt haben, verbinden Sie es mit dem Mac, öffnen Sie die Systemeinstellungen, wählen Sie „Startvolume“ und wählen Sie die soeben angeschlossene Festplatte aus. Starten Sie den Mac neu, halten Sie dabei Befehlstaste und R-Taste gedrückt und gehen Sie dann wie folgt vor:

  1. Wenn der Bildschirm „macOS-Dienstprogramme“ angezeigt wird, wählen Sie „macOS erneut installieren“.  Klicken Sie auf „Fortfahren“ und dann erneut auf „Fortfahren“, wenn das nächste Fenster angezeigt wird.
  2. Stimmen Sie den Nutzungsbedingungen zu und wählen Sie die interne Festplatte Ihres Macs aus.
  3. Klicken Sie auf „Installieren“.  Warten Sie, während der Mac neu gestartet wird.
  4. Ihr Mac wird wie ein neuer Mac gestartet und Sie müssen den Einrichtungsvorgang durchlaufen.
  5. Sobald er eingerichtet ist, kopieren Sie die Dateien aus dem Backup, die nachweislich nicht infiziert sind, zurück auf den Computer.

Wie Sie sehen, gibt es viele Möglichkeiten, einen Virus vom Mac zu entfernen – je nachdem, wie schwerwiegend die Infektion ist und um welche Art von Virus es sich handelt. Vor allem aber sollten Sie sich nicht in Panik geraten, wenn Sie eine Infektion vermuten. Es gibt eine Lösung!


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